Beck Textilpflege - Göppingens ältestes Dienstleistungsunternehmen
Tradition und Fortschritt sind bei der Beck Textilpflege eng verknüpft. Dort, wo im "Haus auf dem Graben" 1698 eine Poststation errichtet wurde, befindet sich seit über 200 Jahren der Firmensitz der "Beck-Sippe", die nun bereits in der fünften Generation als Traditionsbetrieb für Textilpflege tätig ist. Innovation wurde bei den Inhabern immer groß geschrieben und so wandelte sich die einstige Färberei "Fischfarb" zu einem modernen Reinigungsunternehmen mit 20 Läden und über 40 Annahmestellen.

Auszug aus der Chronik der "Färber BECK Sippe"
Durch die Postgrafen Thurn und Taxis wurde 1698 die erste Poststation in Göppingen eröffnet und dafür durch den Postmeister das "Haus auf dem Graben" 1698 erbaut.

1693 - 1770 Matthias BECK, Zeugmacher,
kam 1717 nach Göppingen und erwarb 1736 das Anwesen in der Grabenstraße. Die Tuch- und Zeugmacher webten und färbten ihre Tusche selbst. Erst im 18. Jh. löste sich die Färberei von der Weberei. Er begründete das "Beck'sche Stammhaus".

1727 - 1802 Matthäus BECK, Zeugmacher und Färber,
übernahm als Sohn 1770 das Geschäft. Bei dem großen Stadtbrand vom August 1782 blieb das Haus ausserhalb der Mauern verschont.
Der Sohn tat sich als tüchtiger Färber hervor.

1754 - 1796 Johann Georg BECK,
betrieb in dem alten Posthaus ab 1782 die Färberei als "Sondergewerbe". Ein besonderes Farbhaus wurde errichtet. Weil es in der Nähe des Fischtores an der Fischgasse lag, nannte man es die "Fischfarb".
Herzog Carl von Württemberg hatte von der Tüchtigkeit dieses Färbers gehört und unterhielt sich mit ihm bei einm Vorbeiritt:
"Man lobt ihn mir als tüchtigen Färber, kann er auch meinen Schimmel schwarz färben?"
"Jawohl, Euer Gnaden, nur ob der Schimmel das Sieden vertragen kann, das muß erst probiert werden."
Ob dieser Anwort wurde er zur herzoglichen Tafel ins Schloß geladen.

1788 - 1869 Christian BECK, Schwarz- und Schönfärber,
galt als markante Persönlichkeit der Färber Beck Sippe und wurde sehr jung schon Stadtrat.

1826 - 1912 Johann Georg BECK, Schönfärber,
gestaltete den Betrieb um. Als erster Göppinger Färber führte er den Dampfbetrieb ein und errichtete 1883 ein Kesselhaus.

1861 - 1949 Johann Georg BECK, Färber und Chemischer Reiniger,
führte die Chemische Reinigung der Färberei hinzu. Mit einer von Hand gedrehten Holztrommel wurden die Kleidungsstücke in Leichtbenzin bewegt. Weiterentwicklung und Neuanschaffung war die Holztrommel, von ausserhalb des Geländes aufgestelltem Motor über Transmission mit Lederriemen angetrieben. "Leichtbenzin Reinigung" mit Langner Maschine aus Leipzig.

1894 - 1984 Johann Georg BECK, Färber- und Chem. Reinigungsmeister,
der beide Weltkriege als Soldat durchstehen mußte, hatte seine Kenntnisse in Krefeld, Berlin, Leipzig (Pelzfärbung) vertieft und führte den Betrieb als Färberei und Reinigung weiter. Die Entwicklung auf dem Maschinensektor wurde von ihm genutzt, die erste Wacker Reinigungsmaschine erworben, Annahmestellen wurden in Geislingen und Esslingen und andernorts eingeführt. 1955 wurde das alte Farbhaus abgerissen und durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt.

geb. 1929 Hansgeorg BECK, Chem. Reiniguns- und Färbermeister,
vervollständigte seine Kenntnisse in Firmen in Minden/Westf. und Wuppertal etc. und führte mit seinem Vater das Geschäft, bis er es 1963 alleine übernahm. Unter Nutzung des Fortschritts im Maschinenbau und weiterer neuer Technik in Detachur und Bügelei wurden die neuesten Maschinen aufgestellt und mit intensivem Einsatz der Ausbau des Betriebsumfangs vorangetrieben. In Folge wurden mehrere Maschinen gleichzeitig von 10 kg bis 50 kg Beladegewicht der Hersteller Böwe, Multimatic, Donini, aufgestellt und dem Stand der Technik entsprechend ausgetauscht. Das Einzugsgebiet wurde auf den ganzen Kreis Göppingen in eigenen Läden mit Reinigungsmaschinen und Bügelei, mit einer Großzahl von Annahmestellen, mit Serviceleistungen Teppich-, Polstermöbel-, Leder-, Dekoration-Reinigung, Schneiderei, Kunststopfen und Verkauf von Artikeln für die Kleiderpflege, ausgedehnt. Es wurden bis zu 14 Läden, Sofortdienste, mit Angestellten unterhalten und im Zentralbetrieb zeitweise bis zu 50 Personen beschäftigt.

Hansgeorg und Ingrid BECK führten das Unternehmen bis Ende 1993.
Wegen Erreichung der Altersgrenze und gesundheitlicher Beeinträchtigungen, wirde im Familienrat beschlossen, das Geschäft mit dem Namen BECK Textilpflege in andere Hände zu geben, somit Arbeitsplätze zu erhalten und ein altes Traditionsunternehmen fortleben zu lassen.

1994 übernahm Herr Georg Sailer
das Unterehmen, indem er bis heute als Geschäftsführer tätig ist.